Presse

Änderungen im kommunalen Energiesparprogramm – weitere Modernisierungsmaßnahmen förderfähig

Der Gemeinderat der Stadt Stuttgart hat in seiner Sitzung am 8. März die Erweiterung der förderfähigen Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Gebäuden beschlossen. Mit sofortiger Wirkung sind die Umstellung auf ein zentrales Heizungssystem, die Installation thermischer Solaranlagen sowie der Einbau dezentraler Pumpensysteme und Hocheffizienzpumpen förderfähig. Grundlage für die Inanspruchnahme der Fördermittel ist eine Pflichtberatung durch das neutrale und unabhängige Energie-Beratungs-Zentrum Stuttgart e.V. (EBZ).

Die energetische Sanierung alter Gebäude ist in der Regel sehr teuer. Das Energiesparprogramm der Stadt Stuttgart bietet mit seiner Förderung die Möglichkeit, die Kosten erheblich zu verringern. Seit 1998 sind bereits Maßnahmen wie die Wärmedämmung von Dach, Fassade und Fenster förderfähig. Mit dem Beschluss des Gemeinderats kamen nun die Umstellung auf ein zentrales Heizungssystem und die Installation thermischer Solaranlagen hinzu. Darüber hinaus erhalten Antragssteller auch beim Einbau von Hocheffizienzpumpen und dezentraler Pumpensysteme Zuschüsse. Neben der Pflichtberatung durch das EBZ ist die Einhaltung bautechnischer Mindestanforderungen Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Mittel.

Neutrale und unabhängige Fachberatung

Das EBZ berät Interessierte im Auftrag der Stadt Stuttgart. Übergeordnete Aufgabe ist die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes (KLIKS) der Stadt. Mit der Förderung energetischer Modernisierungen soll die Energieeffizienz erhöht und der Einsatz erneuerbarer Energien forciert werden. Das EBZ berät kleine und mittlere Unternehmen, Vereine, Kommunen, Handwerker, Planer und Architekten sowie private Investoren und Mieter.

Rund 22 Millionen Euro Zuschüsse ausgezahlt

Die Stadt Stuttgart gewährt bereits seit 1998 über ihr Energieprogramm Zuschüsse für energetische Modernisierungen und Investitionen in privaten Wohngebäuden. Bis 2010 wurden dabei circa 22 Millionen Euro Zuschüsse an Gebäudeeigentümer ausgezahlt. Damit förderte die Stadt die energetische Modernisierung von rund 11.500 Wohnungen in Stuttgart. Die Zuschüsse haben im örtlichen Handwerk Gesamtinvestitionen von etwa 206 Millionen Euro ausgelöst.

KFW Darlehenszinssätze dramatisch gesunken

Die KFW Darlehenskonditionen für energetische Wohngebäudesanierungen nach Programmnummern 151(Effizienzhäuser) und Programmnummer 152(Einzelmaßnahmen, z.B. an Fassade, Fenster, Dach, Heizung, Lüftung) sind jetzt so günstig wie schon lange nicht mehr. Bei 10-jähriger Laufzeit liegt der effektive Zinssatz aktuell (17.8.2011) bei 1,15% effektiv. Diese günstigen Finanzierungen sind freilich an technische Mindeststandards gebunden, und es müssen entsprechende Nachweise erbracht werden. Näheres bei uns, oder direkt bei der KFW unter www.kfw.de oder   telefonisch unter 01801 33 55 77.

Konditionen KFW 17.8.2011

European Energy Award – Stadt Fellbach wird Preis verliehen

Umweltministerin Tanja Gönner zeichnet 14 Kommunen aus.

Insgesamt 56 Städte und Gemeinden sowie vier Landkreise des Landes nehmen zurzeit an dem europäischen Verfahren teil, in dem die Energieeffizienz der Kommunen bewertet wird und lokale Initiativen zur Verringerung des Energieverbrauchs systematisch entwickelt werden. Mit dabei, auch die Stadt Fellbach aus dem Remstal in Baden-Württemberg. Nach weniger als zwei Jahren Teilnahme am „European Energy Award“ (eea), der in Fellbach durch das Energie-Beratungs-Zentrum Stuttgart koordiniert wird, erhielt die Stadt der Weine und Kongresse im Juli 2010 bereits das eea-Label und wurde am 20. Januar 2011 offiziell durch die Umweltministerin ausgezeichnet.  „Die Herausforderung Klimawandel kommt in immer mehr Kommunen des Landes an. Das Engagement verdient Anerkennung“, so Umweltministerin Tanja Gönner.

Fellbach hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2012 eine klimaneutrale Stadtverwaltung aufzubauen und den CO2-Ausstoß innerhalb der Gesamtstadt um zehn Prozent in den nächsten Jahren bis 2020 zu reduzieren. Weiterhin ist die Stadt Fellbach Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Baden-Württemberg und verfügt über ein gut ausgebautes Radwegnetz sowie einen guten Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr. Mit den Stadtwerken Fellbach hat die Stadt eine langfristige und fundierte Energieplanung mit Energievermeidungs- und Effizienzsteigerungsstrategien aufgelegt. Dazu gehört unter anderem der Ausbau von erneuerbaren Energien und Anlagen zur Kraftwärmekopplung. Seit 2008 werden die öffentlichen Liegenschaften zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt.

Lange will man sich in Fellbach auf den erreichten Lorbeeren nicht ausruhen. der Blick geht in die Zukunft.  “Die Möglichkeiten zur Einsparung von Energie in den Städten, Gemeinden und Landkreisen seien bei Weitem noch nicht ausgeschöpft,” so auch die Umweltministerin. Der European Energy Award ® biete dafür eine geeignete Plattform, Informationen und Erfahrungen auszutauschen und voneinander im Wettbewerb um zukunftsweisende Energie- und Klimaschutzkonzepte zu lernen.

Preisübergabe durch Umweltministerin Frau Tanja Gönner

(v.l.n.r.  Frau Steinmetz – Stadt Fellbach;  Frau Soltys – Stadt Fellbach; Frau Gönner; Dr. Dütz – Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH)

Gruppenfoto der verantwortlichen eea-Berater der ausgezeichneten Kommunen

Allgemeine Informationen zum European Energy Award (EEA):

Der EEA ist das Programm für umsetzungsorientierte Klimaschutzpolitik in Kommunen. Es ist prozessorientiert angelegt und dient der Energieeinsparung, der effizienten Nutzung von Energie und der Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien. Der ‚European Energy Award®‘ (eea®) ist das Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren, mit dem die Klimaschutzaktivitäten der Kommune erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft werden, um Potentiale des nachhaltigen Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können. Das wichtigste Werkzeug des eea Programms ist der eea® Maßnahmenkatalog. Unterstützt wird das Energie Team der Kommunen bei der Umsetzung durch einen eea® Berater. Erfolge der kommunalen Energiearbeit werden nicht nur dokumentiert, sondern auch ausgezeichnet. Die Auszeichnung der Städte und Gemeinden mit dem ‚European Energy Award®‘ – über 50 Prozent beim Zertifizierungsverfahren erreicht – oder ‚European Energy Award®Gold‘ – über 75 Prozent beim Zertifizierungsverfahren erreicht – bietet die Anerkennung des Erreichten.

Die Einführung des ‚European Energy Award ®‘ wurde vom Umweltministerium mit insgesamt rund 200.000 Euro gefördert. Teilnehmende Städte, Gemeinden und Landkreise werden vom Land mit 8.000 Euro unterstützt.

Interessierte Kommunen und Landkreise erhalten weitere Informationen bei der:

KEA Klimaschutz- und Energieagentur BW, Kaiserstr. 94 a, 76133 Karlsruhe, Tel.: 0721/98471-0, www.kea-bw.de

  • Kalender

    • 11.05.2012
      Jahrestreffen der Energieagenturen Baden-Württemberg im Energieberatungszentrum mit Umweltminister Franz Untersteller als Gast
    • 28.05.2012
      Interview mit Ulrich König bei Sparda Bank TV